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title: "Die große Beratungsfarce"
subtitle: "Wenn Generalisten die Technik sabotieren: ein Rant über die Anmaßung der Beratungsfirmen"
meta_title: "Die große Beratungsfarce: Generalisten gegen die Technik"
meta_description: "Hertz, Accenture und 32 Millionen Dollar: Anatomie einer Beratung ohne technische Kompetenz und wie man sich vor der Anmaßung schützt."
date: 2025-08-16
author: JAS
theme: "Consulting"
keywords: ["Beratung", "Accenture", "Hertz", "digitale Transformation", "IT-Fehlschlag"]
image: https://ik.imagekit.io/l2lkwahet/199A/hertzbug.jpg?updatedAt=1755352025429
slug: die-grosse-beratungsfarce
status: published
faq: [{"q":"Was beschreibt der Artikel unter dem Begriff \"Beratungsfarce\" und welches konkrete Beispiel dient als Grundlage?","a":"Der Artikel kritisiert Digitalisierungs-Beratungsfirmen, die mit glitzernden PowerPoint-Folien und hohlem Jargon auftreten, aber über wenig technisches Wissen verfügen. Als konkretes Beispiel dient Hertz, das 2016 Accenture beauftragte, um für 32 Millionen Dollar eine moderne Plattform zu erhalten. Das Ergebnis war ein Desaster aus unbrauchbarer Website, Müll-Code und Verzögerungen."},{"q":"Welche konkreten Fehlleistungen von Accenture werden im Fall Hertz genannt?","a":"Accenture lieferte eine auf dem Handy unbrauchbare Website, obwohl der Vertrag \"mobile-first\" vorsah, und verlangte für die Korrektur zusätzliches Geld. Statt der vertraglich geforderten wiederverwendbaren Basis entstand ein Wust von Spaghetti-Code, der nur für Nordamerika spezifisch war. Zudem verkaufte Accenture teure Lizenzen für das Werkzeug RAPID, das die eigenen Teams nicht beherrschten, was zu monatelangen Verzögerungen führte."},{"q":"Warum sind Projekte laut Artikel für Beratungsfirmen umso rentabler, je mehr sie entgleisen?","a":"Der Artikel beschreibt einen dreistufigen Mechanismus: In der Verkaufsphase werden die Kosten wahnsinnig unterschätzt, in der Ausführung werden massenhaft unterqualifizierte Junior-Berater eingestellt. In der Krise folgt dann ein Aufschlag auf die \"Mehrkosten\", sodass das entgleisende Projekt für die Beratungsfirma profitabler wird."},{"q":"Welche Gegenmaßnahmen und Regeln empfiehlt der Artikel, um sich vor Beratungsdesastern zu schützen?","a":"Der Artikel schlägt das Prinzip \"Code oder verschwinde\" vor, sodass nur Berater zugelassen werden, die ihre technischen Kompetenzen nachweisen können. Zudem wird die 50/30/20-Regel empfohlen: 50 Prozent interne technische Experten, 30 Prozent echte externe Spezialisten und maximal 20 Prozent Berater. Ergänzend nennt er Fallenfragen, eine Entzugs-Checkliste und eine Bibliographie mit Werken wie \"Bullshit Jobs\" und \"Refactoring\"."},{"q":"Wie kann 199A Consulting ein Unternehmen dabei unterstützen, ein solches Beratungsdesaster zu vermeiden und Digitalisierung richtig umzusetzen?","a":"199A Consulting begleitet Organisationen mit über 20 Jahren Erfahrung sowohl bei der strategischen Rahmung (Audit, Governance, Risiken) als auch bei der Umsetzung (Architektur, Build, Integration, Training). Als vertrauensvoller Partner setzt 199A Consulting auf digitale Souveränität und echte technische Kompetenz statt auf hohle Methodologien. Kontakt: business@199a.agency"}]
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## Die große Beratungsfarce: Wenn Generalisten die Technik sabotieren
Ein beißender Rant über die Anmaßung der Digitalisierungs-Beratungsfirmen

**Prolog: Das Syndrom der Phantom-Expertise**
Im klimatisierten Universum der Glastürme diktiert eine sich selbst ernannte Kaste ihren Gesetz an Unternehmen in digitaler Not. Ihre Waffen? Glitzernde PowerPoint-Folien, einen Jargon, so hohl wie eine Wassermelone und eine Arroganz, proportional zu ihrem technischen Unwissen.

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<span class="fs-3 text-muted lh-sm"><i>Eine revolutionäre Plattform für 32 Millionen Dollar.</i></span>
</div>

2016 träumt Hertz von Moderne. Die Website? Ein digitales Fossil, würdig der Geocities-Ära. Magische Lösung: Accenture, die „prestigebehaftete“ Firma, die eine revolutionäre Plattform für 32 Millionen Dollar versprach.

**Die Chronik des Desasters: Katalog der Aberrationen**
- Das Phantom-Responsive-Design
Accenture liefert eine auf dem Handy unbrauchbare Website. Das Komische? Der Vertrag spezifizierte *„mobile-first“*. Als Hertz staunt, entgegnet die Firma: *„Das war in den Bonusleistungen, zahlen Sie mehr“*.
- Der Müll-Code
Vertragliche Forderung: eine wiederverwendbare Basis für alle Tochtergesellschaften. Lieferung: ein Wust von Spaghetti-Code, spezifisch für Nordamerika.
- Die Technologie „RAPID“: Der Betrug des Jahrhunderts
Accenture verkauft teure Lizenzen für RAPID, ein Werkzeug, das ihre eigenen Teams nicht beherrschen. Ergebnis? Monate Verzögerung.
- Der Mythos des „überlegenen Generalisten“
Die Firmen haben einen toxischen Glauben implantiert: ein bei HEC ausgebildeter Manager könne ein System besser architektieren als ein Ingenieur mit 10 Jahren Erfahrung.

**Je mehr das Projekt entgleist, desto rentabler**
1. Verkaufsphase: wahnsinnige Kostenunterschätzung
2. Ausführung: Masseneinstellung unterqualifizierter Junior-Berater
3. Krise: Aufschlag auf die „Mehrkosten“

Warum ignorieren die „Experten“ die Technik? Die Fabrik diplomierter Trottel
Berater werden nach ihrer Fähigkeit rekrutiert, Fallstudien zu lösen, nicht eine Zeile Code.

Da ihnen echte Kompetenzen fehlen, erfinden die Berater Methoden:
- die „Transformation 360°“
- das „Digital-Paradigma der neuen Generation“

Das Massaker an den internen Teams
Die hauseigenen Entwickler wurden beiseitegeschoben wie „alte technologische Karossen“.

### Das wirtschaftliche Gemetzel
- 32 Millionen Dollar verflogen
- Verlorene Marktanteile

<div class="excerptor p-0 p-md-3 w-100 w-md-auto mb-3" style="float: right; width: 80%; margin-left: 1rem; margin-right: -60%; margin-bottom: 1rem; position: relative; overflow: visible;">
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<span class="badge rounded-pill text-bg-light">32 Millionen Dollar verflogen. Teurer Bug.</span>
</div>
<!-- DER FOLGENDE BLOCK RICHTET SICH LINKS aus dem obigen Zitat -->

Die Schocktherapien:
- Das Prinzip „Code oder verschwinde“. Nur Berater zulassen, die ihre technischen Kompetenzen nachweisen können.
- Die 50/30/20-Regel
-- 50% interne technische Experten
-- 30% echte externe Spezialisten
-- 20% maximal Berater

**„Wer es nicht kann, führt nicht die, die es können.“**

### Anhang: Das Anti-Berater-Arsenal
1. **Fallenfragen**
- „Können Sie erklären, wie Ihre Lösung mit CORS umgeht?“
- „Zeigen Sie mir das Sequenzdiagramm der API“
- „Wenn Sie morgen nicht mehr da sind, wie machen wir das?“

2. **Checkliste des Entzugs**
- [ ] Kein Berater ohne technisches Portfolio
- [ ] Null PowerPoint vor dem POC
- [ ] Methodologien nützen nur, wenn man sie beherrscht

3. **Bibliographie des Aufwachens**
- *„Bullshit Jobs“* von David Graeber
- *„Refactoring“* von Martin Fowler